Tatsächlich ist das Hulatanzen eine energievolle Erfahrung und kann gerade uns in Mitteleuropa dunkle Tage heller und freundlicher machen.
Ein Blick ins Hawaiische Wörterbuch verrät allerdings, dass es die Wörter „hu“ und „la“ nicht gibt. Stattdessen finden sich „hü“ und „lä“ - mit einem Strich über dem Vokal (Kahakô oder Makron genannt), der eine Laut-Verlängerung anzeigt.
Im Wort „hula“ sind beide Vokale kurz.
Experten betonen, wie wichtig die Vokale in den polynesischen Sprachen sind: durch unterschiedlich lange Vokale ändert sich die Bedeutung, die nicht beliebig uminterpretiert werden darf. Und auch wenn sich im Hawaiischen ebenso wie in anderen Sprachen viele Worte aus wiederkehrenden Wurzeln ableiten, darf man sie nicht immer vollständig „zerpflücken“, um die Bedeutung zu finden.
Die obige Übersetzung ist daher zwar effektvoll und leicht zu merken, tatsächlich bedeutet „hula“ jedoch schlicht „Tanz“ oder „tanzen“.
Quellen:
Hawaiian Dictionary, Mary Kawena Pukui / Samuel H. Elbert University of Hawaii Press, Honolulu © 1986 University of Hawaii Press ISBN 0824807030 http://wehewehe.org
Unwritten Literature of Hawaii: The Sacred Songs of the Hula, Nathaniel B. Emerson [1909] http://www.sacred-texts.com/pac/ulh
Kulâîwî - Online-Sprachlektionen zur Hawaiischen Sprache http://ksdl.ksbe.edu/kulaiwi (Lektion 1)
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